Spielberichte Saison 2019/2020

Der VCO Münster improvisiert beim Trainingsbetrieb

 

Nach dem überraschenden Saisonende für das Drittligateam des VCO und der Unterbrechung des normalen Trainingsbetriebs am Volleyball-Bundesstützpunkt Münster ist vom Trainerteam Kreativität bei der Trainingsgestaltung gefragt. Da ein gemeinsames Training in Münster zurzeit nicht möglich ist, bekommen die Spielerinnen individuelle Trainingspläne und Aufgaben. Die Trainer nutzen dabei auch die modernen Kommunikationsmittel wie z.B. Videokonferenzen.

 

Die Kunde vom vorzeitigen Saisonende erreichte unser Team mitten in der Vorbereitung auf das letzte Saisonspiel gegen den SV Wietmarschen. Die Spielerinnen des VCO Münster waren zwar nicht so stark betroffen wie die anderen Teams der Dritten Liga West, trotzdem war die Mannschaft vom Saisonabbruch natürlich enttäuscht. Das galt besonders für Kapitänin Lynn Kosina und ihre Mitspielerinnen Fiona Baker, Carlotta Klemm, Marianna Sharafutdinova, Josefa Vesterling und Kristi Kubešová: Sie alle verlassen den Bundesstützpunkt Münster zum Saisonende und hatten sich auf ihr letztes Spiel für den VCO Münster besonders gefreut.

 

Kurz vor dem Saisonabbruch gab es aber auch noch Positives zu vermelden. So nahmen viele aktuelle und auch einige zukünftige Stützpunktspielerinnen an den Westdeutschen Jugendmeisterschaften U16 und U20 teil und konnten dabei teilweise hervorragende Plätze belegen. Besonders erfolgreich waren Melissa Vasi, Lotte Kühn, Mia Kirchhoff und Ammely Meis, die mit dem RC Borken-Hoxfeld den Meistertitel bei dem Westdeutschen Meisterschaften U20 in Dormagen erringen konnten. Alle sind vom Jahrgang 2004 und wären daher auch bei den U18-Meisterschaften noch startberechtigt gewesen! Nur Ammely Meis wurde wegen einer gerade überstandenen Schulterverletzung noch geschont, die anderen hatten trotz ihrer Jugend entscheidenden Anteil am Titelgewinn ihres Teams. Marianna Sharafutdinova und Fiona Baker standen mit dem VoR Paderborn ebenfalls auf dem Treppchen, sie belegten den dritten Platz. Auch Amelie Strothoff und Hannah Hartmann (U16), Lea Venghaus, Pia Mohr und Sophia Fallah (U20) zeigten gute Leistungen in ihren Heimmannschaften und haben den Bundesstützpunkt Münster bei den Meisterschaften hervorragend vertreten. Leider musste die U18-Meisterschaft abgesagt werden, auch hier wären viele Stützpunktspielerinnen aussichtsreich ins Titelrennen gestartet.

 

Nach der abgebrochenen Saison galt es jetzt, einen halbwegs geordneten Trainingsbetrieb zu organisieren. Das Sportinternat und das Pascal Gymnasium Münster sind zwar zurzeit geschlossen, trotzdem ruht das Training am Bundesstützpunkt nicht komplett. Regelmäßig sieht Justin Wolff seine Spielerinnen in Einzel- und Gruppensitzungen per Videochat im Internet. Athletiktrainer Matthias Warnck hat für alle Spielerinnen allgemeine und individuelle Trainingspläne für das Heimtraining erarbeitet. Und damit der Alltag nicht zu eintönig wird, haben sich der Bundesstützpunkttrainer und seine Trainerkollegen einiges überlegt. So gibt es z.B. die „Corona-Challenges“, bei denen die Spielerinnen einzeln oder in kleinen Teams vorgegebene Aufgaben erfüllen müssen. Das können Technik-, Geschicklichkeits- oder Ausdauerübungen sein, die die Spielerinnen auch Zuhause problemlos machen können. Als Hilfsmittel werden nur einige Spielbälle und eine Gymnastikmatte benötigt, die Ausführung wird von den Spielerinnen teilweise mit kurzen Videos dokumentiert. Wie es sich für Leistungssportler gehört, werden die Übungen von den Trainern kontrolliert und ausgewertet. Die sportpsychologische Betreuung geht ebenfalls weiter. Unsere Sportpsychologinnen Dr. Sydney Querfurth und Charlotte Raue von der Universität Münster sind eng in die Betreuung eingebunden und halten den Kontakt unter anderem mit Onlineworkshops zum Mental- und Vorstellungstraining aufrecht.

Auch sonst bleibt genug zu tun, denn im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für die nächste Saison. In der abgelaufenen Spielzeit kam es vereinzelt zu Personalengpässen bei den Ligaspielen. Das ist in der kommenden Saison nicht zu erwarten, denn durch die stark vertretenen Jahrgänge 2003/04 stehen Justin Wolff dann deutlich mehr Kräfte zur Verfügung. Um seinen Spielerinnen ausreichend Wettkampfpraxis geben zu können, plant der VCO Münster daher, in der kommenden Saison die komplette Runde mit Hin- und Rückspielen zu bestreiten. Das erfordert natürlich einen höheren organisatorischen Aufwand, zumal die Liga aufgrund der geänderten Auf- und Abstiegsregeln nach der abgebrochenen Saison 2019/20 inklusive des Bundesstützpunktteams auf bis zu 15 Mannschaften aufgestockt werden könnte.

 

Inzwischen hoffen die Trainer und Spielerinnen natürlich darauf, möglichst schnell wieder zu einem normalen Trainingsbetrieb zurückkehren zu können. Bis dahin arbeiten alle eifrig und bestmöglich daran, fit und gesund zu bleiben. Das wünschen wir natürlich auch allen Leserinnen und Lesern!

 

(Michael Eyinck)

Lehrte, 1. März 2020

 

Knappe 2:3-Niederlage bei den Sportfreunden Aligse

 

Nur einen Punkt konnten die Volleyballerinnen des VCO Münster aus Lehrte bei Hannover mit nach Hause nehmen. Dabei hatte es bei einer 2:0-Führung noch nach einem Sieg ausgesehen. Die Gastgeberinnen steigerten sich jedoch im Spielverlauf und gewannen am Ende verdient mit 3:2 (23:25, 21:25, 25:20:25:21 und 15:9).

Die Erkältungswelle ging in der vergangenen Woche beim VCO Münster um und so machte sich das Team vom Bundesstützpunkt Münster am vergangenen Sonntag mit einigen angeschlagenen Spielerinnen auf den Weg nach Lehrte. Mittelblockerin Josefa Vesterling war erst gar nicht mitgefahren und Mannschaftskapitänin Lynn Kosina wurde als Libera eingesetzt. Sie konnte in der Woche nur eine Trainingseinheit mitmachen und das Verletzungsrisiko war zu hoch. Dafür kehrte Zuspielerin Lea Venghaus nach überstandener Fußverletzung zurück und konnte Fiona Baker zeitweise entlasten.

 

Der VCO startete furios in den ersten Satz. Beim Stand von 5:1 für die Gäste griff Aligses Trainer Holger Banko ein und nahm seine erste Auszeit. Langsam arbeiteten sich die Gastgeberinnen wieder heran, doch gegen Satzende hatte der VCO beim 22:18 wieder einen beruhigenden Vorsprung heraus gespielt. Aligse konnte noch einmal verkürzen, aber nach einem Lob von Kristi Kubešová zum 24:21 hatten die Gäste aus Münster den ersten Satzball. Aligse konterte noch einmal und verkürzte auf 23:24, ehe Marianna Sharafutdinova den dritten Satzball mit einem Hinterfeldangriff zum 25:23 verwandelte.

 

Im zweiten Satz hatte Aligse den besseren Start und die Münsteranerinnen gerieten schnell mit 2:8 in Rückstand. Auch zwei Auszeiten von VCO-Trainer Justin Wolff hatten zunächst nicht den gewünschten Erfolg. Erst langsam fand unser Team mit den inzwischen eingewechselten Lea Venghaus, Carolin Beining und Marianna Sharafutdinova wieder ins Spiel und beim 12:12 war der Ausgleich geschafft. Jetzt spielte der VCO wieder druckvoller und konnte mit einem Zwischenspurt von 18:18 auf 22:18 davon ziehen. Nach Blockpunkten von Luisa van Clewe und Carolin Beining hatte der VCO jede Menge Satzbälle. Den dritten verwandelte wieder Marianna Sharafutdinova zum 25:21.

 Im dritten Satz erwischten die Gastgeberinnen mit Zuspielerin Lena Onnen am Aufschlag einen Traumstart. Bis auf 8:0 brachte Onnen ihr Team mit drei Servicewinnern und weiteren gefährlichen Aufschlägen in Front. Danach spielte der VCO zwar wieder mit, konnten den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verringern und verlor den Satz mit 20:25.

 

Der vierte Satz blieb bis zum Ende spannend, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Für die angeschlagene Mittelblockerin Carlotta Klemm war inzwischen Außenangreiferin Pia Mohr eingewechselt worden. Leider verletzte sie sich bei einer unglücklichen Blockaktion beim Spielstand von 15:14 am Fußgelenk und Klemm kehrte aufs Spielfeld zurück. Mit einer 21:19-Führung ging es in die Crunchtime. Hier hatte Aligse die besseren Nerven und spielte seine Routine aus. Dem VCO unterliefen jetzt einige Fehler und die Gastgeberinnen hatten mit einem Netzroller beim Satzball zum 25:21 auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Also musste mal wieder der Tiebreak über die Punktevergabe entscheiden.

 

Im entscheidenden Durchgang machte sich der Kräfteverschleiß bei unserem Team bemerkbar. Beim Seitenwechsel lag Aligse mit 8:5 in Front, ein Netzroller zur 12:7-Führung brachte die Gastgeberinnen endgültig auf die Siegerstraße. Nach über zwei Stunden Spielzeit verwandelte Aligse den zweiten Matchball zum 15:9.

 

Zur Wertvollsten Spielerin wählte VCO-Trainer Justin Wolff mit Leonie Lamp die mit 21 Punkten beste Angreiferin der Sportfreunde Aligse. Aligses Trainer Holger Banko entschied sich für Marianna Sharafutdinova. Sie hatte nach ihrer Einwechselung entscheidenden Anteil am Gewinn der ersten beiden Sätze für den VCO.

 

In zwei Wochen tritt der VCO Münster schon zu seinem letzten Saisonspiel an, am 15. März 2020 um 16 Uhr ist das Team vom Bundesstützpunkt Münster zu Gast beim SV Wietmarschen. Bis dahin sind einige Spielerinnen noch bei den Jugendmeisterschaften am kommenden Wochenende gefordert, viel Erfolg!

 

(Michael Eyinck)

Köln, 23.02.2020

 

Überzeugender 3:0-Sieg beim FCJ Köln II

 

Kurzarbeit für den VCO Münster am Karnevalssonntag: Nach nur 77 Spielminuten verließen die Gäste aus Münster das Spielfeld als Sieger. Nur im zweiten Satz war es etwas enger, aber die VCO-Spielerinnen blieben nervenstark und gewannen auch in dieser Höhe verdient. Besonders in den Elementen Block und Aufschlag konnten die Münsteranerinnen überzeugen. Die Satzergebnisse: 25:17, 25:23 und 25:22.


Das hatte sich das Team vom FCJ Köln bestimmt anders vorgestellt. Nach einem überzeugenden 3:0 gegen den TV Cloppenburg am Vorabend sollten am Sonntag weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesichert werden. Doch der VCO machte keine Geschenke. Zugute kam den Gästen vom Bundesstützpunkt sicher auch, dass sich das Lager der verletzten und erkrankten Spielerinnen so langsam lichtet. Lediglich Erika Kildau, Rieke Kaiser und Lea Venghaus fehlten verletzt, Mittelblockerin Luisa van Clewe war am Wochenende zu einem Beachlehrgang nach Stuttgart eingeladen. Diesmal übernahm Marianna Sharafutdinova die Liberoposition.

Der erste Satz war bis zum 17:15 ausgeglichen, zwischenzeitliche Rückstände konnte der FCJ wieder ausgleichen. Für eine Führung reicht es aber nicht. Dann folgte eine vorentscheidende Aufschlagserie von VCO-Mittelblockerin Carlotta Klemm. Mit vier Servicewinnern und drei weiteren gefährlichen Aufschlägen brachte sie ihr Team mit 23:15 in Front. Auch zwei Kölner Auszeiten konnten sie nicht stoppen. Der Rest war Formsache und nach 22 Spielminuten verwandelte Lynn Kosina den zweiten Satzball zum 25:17 für den VCO.

 

Auch im zweiten Satz begann das Team vom Bundesstützpunkt Münster mit druckvollen Aufschlägen. Mit Lynn Kosina am Service ging der VCO 3:0 in Führung und lag im weiteren Satzverlauf mit bis zu fünf Punkten vorne. Mit einer zweiten Aufschlagserie brachte die VCO-Kapitänin ihr Team mit 19:13 in Führung und der Satzgewinn lag schon in Reichweite. Bei der deutlichen Führung im Rücken leistete sich der VCO aber einige Konzentrationsfehler und die Gastgeberinnen konnten mit Leonie Wienkämper am Aufschlag auf 17:20 verkürzen. Eine Auszeit von VCO-Trainer Justin Wolff zeigte Wirkung und die Münsteranerinnen konzentrierten sich auf die entscheidende Phase im zweiten Satz. Kristi Kubešová holte mit ihrem Angriff zum 24:22 zwei Satzbälle. Den ersten vergab der VCO mit einem Fehlaufschlag. Der FCJ konnte die Chance auf den Ausgleich aber nicht nutzen, da der Kölner Aufschlag ebenfalls im Netz landete.

 

Zu Beginn des dritten Satzes konnten die Gastgeberinnen beim Spielstand von 3:2 erstmals in Führung gehen. Es sollte aber die einzige Führung im gesamten Spiel bleiben. Kristi Kubešová sorgte mit ihren Aufschlägen zum 7:3 schnell wieder für eine beruhigende Führung unseres Teams. Im weiteren Satzverlauf wechselte Trainer Justin Wolff auch die bisher nicht berücksichtigten Spielerinnen ein. Für Lynn Kosina und Pia Mohr spielten jetzt Mia Kirchhoff und Kaia Baker in der Annahme und im Angriff und auch Carolin Beining bekam einen kurzen Einsatz im Block. Beim Spielstand von 15:15 schaffte Köln noch einmal den Ausgleich, dann sorgte erneut Kristi Kubešová mit ihren Aufschlägen für eine 18:15-Führung. Jetzt ließ sich der VCO nicht mehr von der Siegesstraße abbringen. Nach einem Kölner Aufschlagfehler zum 20:24 hatte unser Team vier Matchbälle. Zweimal konnten die Gastgeberinnen noch abwehren, ehe Kubešová den dritten Matchball mit einem starken Blockpunkt verwandelte.

Bei der Wahl zur wertvollsten Spielerin hatte es Kölns Trainer Florian Hannich sicher nicht so leicht, auf Münsteraner Seite boten sich gleich mehrere Akteurinnen an. Schließlich fiel die Wahl auf VCO-Zuspielerin Fiona Baker. Justin Wolff entschied sich für FCJ-Schnellangreiferin Leonie Wienkämper.

 

VCO-Trainer Justin Wolff gratulierte seinem Team im Anschluss an den Sieg zu der guten Leistung und dem verdienten Sieg. Am 1. März 2020 fährt der VCO zum SF Aligse bei Hannover. Beim Tabellensiebten soll die kleine Siegesserie nach Möglichkeit ausgebaut werden. Dann kann Zuspielerin Lea Venghaus nach überstandenem Bänderriss vielleicht wieder erste Einsätze bekommen und Fiona Baker zumindest zeitweise entlasten.

 

(Michael Eyinck)

Cloppenburg, 16.02.2020

 

Der VCO Münster siegt nach starkem Comeback beim TV Cloppenburg

 

Beim abstiegsbedrohten TV Cloppenburg konnte der VCO Münster den ersten Tiebreak-Sieg feiern. In einem hart umkämpften Match sah es nach zwei verlorenen Sätzen zunächst nicht nach einem Sieg aus. Unser Team steigerte sich aber im Laufe des Spiels und gewann in einem dramatischen Finale nach fast zwei Stunden am Ende verdient mit 3:2 (17:25, 23:25, 25:13, 25:20, 19:17).

Inklusive der sechs Tiebreak-Niederlagen in der vergangenen Saison hatte der VCO Münster bisher insgesamt neun Spiele im Tiebreak verloren, jetzt ist der Bann endlich gebrochen. Bundesstützpunkttrainer Justin Wolff hatte in Cloppenburg im Angriff wieder mehr Alternativen. Mannschaftskapitänin Lynn Kosina stand nach überstandener Krankheit wieder in der Startaufstellung und auch Marianna Sharafutdinova meldete sich nach überstandener Handverletzung einsatzbereit. Dagegen fehlte diesmal Mia Kirchhoff. Sie war am Samstag in der U18-Qualifikation ihres Heimatvereins zur WDM gefordert und wurde am Sonntag geschont.

 

Der VCO startete konzentriert in den ersten Satz und lag schnell mit 8:3 in Front, ehe sich die Gastgeberinnen steigerten. Jetzt bekamen die Gäste große Probleme mit den variablen Aufschlägen der erfahrenen Cloppenburger Spielerinnen und gerieten in der zweiten Satzhälfte immer weiter in Rückstand. Auch die eingewechselte Marianna Sharafutdinova brachte keine Entlastung. Mit einem Servicewinner verwandelte Cloppenburgs Angreiferin Ilona Dacevič den ersten Satzball zum 25:17 für ihr Team.

 

Im zweiten Durchgang lief es schon besser. Kurz vor Satzende lag der VCO beim 19:17 mit zwei Punkten in Front, aber jetzt drehte der TV Cloppenburg noch einmal auf und hatte bei einer Führung von 24:21 drei Satzbälle. Zweimal konnte unser Team den drohenden Satzverlust noch abwenden, dann verwandelte Tea Terzievska zum 25:23.

Im dritten Satz stellte Justin Wolff seinen Annahmeriegel etwas um und setzte Lynn Kosina auf der Diagonalposition ein. Der Satz begann mit einem 0:3-Fehlstart. Der war jedoch schnell korrigiert und im weiteren Satzverlauf konnte der VCO mit guten Angriffen und einem starken Block immer weiter in Führung gehen. Bis zu elf Punkte betrug der Vorsprung beim 21:10. Nach zwanzig Spielminuten verwandelte Marianna Sharafutdinova den zweiten Satzball zum 25:13.

 

Im vierten Satz machte der VCO gleich weiter Druck und lag schnell mit 10:4 in Front. Bis auf drei Punkte kamen die Cloppenburger Spielerinnen beim 13:16 noch einmal heran, das Team vom Bundesstützpunkt Münster ließ aber nichts mehr anbrennen. Nach 25 Minuten blockte Carlotta Klemm den Cloppenburger Angriff zum 25:20.

 

Jetzt musste wieder der ungeliebte Tiebreak entscheiden. Cloppenburg hatte den besseren Start, beim 3:6 hatte Wolff bereits beide Auszeiten genommen. Marianna Sharafutdinova hielt ihr Team mit guten Aufschlägen im Spiel, aber beim Seitenwechsel lag der VCO mit 6:8 hinten und kurze Zeit später hatten die Gastgeberinnen den Vorsprung wieder auf 12:7 ausgebaut. Doch wer jetzt mit einem schnellen Ende gerechnet hatte, der sah sich getäuscht. Mit riesigem Einsatz und einem fast unüberwindlichen Block kämpfte sich unser Team zurück ins Spiel. Fünfmal blockten Lynn Kosina (1 mal) und Carlotta Klemm (5 mal) den Ball in dieser Phase ins gegnerische Feld. Dabei holte Carlotta Klemm mit ihrem vierten Blockpunkt zum 14:13 den ersten Matchball für den VCO. Cloppenburg konterte und hatte beim 15:14 selbst einen Matchball. Der wurde mit einem Angriffsfehler vergeben – 15:15. Cloppenburger Angriffspunkt zum 16:15 – 2. Matchball für die Gastgeberinnen. Aufschlagfehler Cloppenburg – 16:16. Servicewinner von Lynn Kosina zum 17:16 – zweiter Matchball VCO. Angriffsfehler des VCO – erneuter Ausgleich zum 17:17. VCO-Spielerin Luisa van Clewe blockt den Cloppenburger Angriff zurück ins gegnerische Feld und hat anschließend keine Mühe, den Danke-Ball ins gegnerische Feld zu tippen – 18:17 und damit 3. Matchball für den VCO. Marianna Sharafutdinova schreitet zur Aufschlaglinie – ihr Sprungaufschlag tropft von der Netzkante unerreichbar für die Cloppenburger Abwehr ins gegnerische Feld. Was folgt ist unbändiger Jubel der VCO-Spielerinnen nach dem starken Comeback.

Zu den wertvollsten Spielerinnen wählten die Trainer TV-Spielerin Ilona Dacevič und VCO-Kapitänin Lynn Kosina. Münsters Trainer Justin Wolff freute sich natürlich zusammen mit seinem Team über den Sieg, bemängelte aber besonders den Einbruch im ersten Satz. Wolff: „Da hatten wir eigentlich alles unter Kontrolle und haben uns dann den Schneid abkaufen lassen.“

 

Am kommenden Sonntag möchte der VCO Münster sein Punktekonto beim FCJ Köln II weiter aufbessern.

 

(Michael Eyinck)

Hildesheim, 2. Februar 2020

 

Der VCO Münster entführt einen Punkt aus Hildesheim

 

In einem hart umkämpften Spiel gegen den MTV Hildesheim reichte eine 2:1-Satzführung für das Team vom Bundesstützpunkt Münster nicht zum Sieg. Am Ende verlor der VCO Münster mit 2:3 (18:25, 25:19, 25:21, 17:25 und 9:15).

 

Nach einer harten Trainingswoche mit drei Testspielen gegen die Bundesstützpunkte Berlin und Stuttgart ging es für das Team von Bundesstützpunkttrainer Justin Wolff am Sonntag gegen den MTV Hildesheim wieder um Punkte in der dritten Liga. Auch in dieser Begegnung hatte Wolff nur neun mehr oder weniger einsatzfähige Spielerinnen zur Verfügung. Mannschaftskapitänin Lynn Kosina fehlte erkrankt, Kaia Baker und die nach einer Handverletzung noch nicht wieder voll belastbare Marianna Sharafutdinova teilten sich die Liberoposition. Lediglich in der Mitte hatte er eine Wechseloption.

Im ersten Satz hielt der Gast aus Münster zunächst gut mit, musste den MTV aber im weiteren Verlauf immer weiter davon ziehen lassen. Hildesheims Angreiferin Ann-Christin Quade sorgte fast im Alleingang für den deutlichen 25:18-Satzgewinn ihres Teams.

 

Auch der zweite Satz war bis zum 11:11 ausgeglichen, dann konnte der VCO Münster mit einer Aufschlagserie von Pia Mohr erstmals mit drei Punkten in Führung gehen. Die Abwehr hatte die Hildesheimer Angreiferinnen jetzt besser im Griff und auch der Angriff steigerte sich. Nachdem Fiona Baker den Abstand mit einer weiteren Aufschlagserie auf 20:15 erhöht hatte, war der Satz praktisch entscheiden. Ein Angriffsfehler der Gastgeberinnen zum 25:19 beendete den Durchgang.

 

Im dritten Satz lief es bei unserem Team zunächst nicht rund. Erst die deutlichen Worte von Trainer Justin Wolff in der zweiten Auszeit beim Spielstand von 3:10 rüttelten das Team wieder wach. Mia Kirchhoff leitete die Aufholjagd mit einem knallharten Angriff ein, jetzt war der VCO wieder auf Augenhöhe. Der Abstand verringerte sich aber zunächst nicht wesentlich. Beim Rückstand von 14:20 sah alles nach dem zweiten Satzgewinn für die Gastgeberinnen aus. Doch jetzt wendete sich das Blatt: Pia Mohr verwandelte den Sideout zum 15:20 und ließ dann eine Aufschlagserie bis zur 22:20-Führung folgen. Hildesheim konnte noch einmal auf 21:22 verkürzen, der VCO ließ sich aber nicht mehr beirren. Mia Kirchhoff punktete zum 23:21, ein Servicewinner von Carlotta Klemm und ein Blockpunkt von Luisa van Clewe beendeten den Satz.

 

Die Aufholjagd hatte aber viel Kraft gekostet und im weiteren Spielverlauf machte sich die hohe Belastung der vergangenen Woche bemerkbar. Unser Team kämpfte zwar weiter unermüdlich um jeden Ball und hielt mit einer starken Mia Kirchhoff im Angriff dagegen, aber der MTV hatte mit Beacherin Cinja Tillmann eine überragende Libera auf dem Feld. Sie kratzte auch die unmöglichsten Bälle vom Boden und der gegnerische Angriff punktete wieder zuverlässig. Schließlich ging der Satz mit 25:17 an den MTV.

 

Der abschließende Tiebreak war nur bis zum 8:9 ausgeglichen, dann konnte Hildesheim davon ziehen und gewann den Satz mit 15:9 und damit das Spiel nach fast zwei Stunden mit 3:2 Sätzen.

Bei der anschließenden Wahl der wertvollsten Spielerinnen gab es für Trainer und Zuschauer keine Zweifel: Cinja Tillmann und Mia Kirchhoff konnten sich die MVP-Medaillen umhängen.

 

VCO-Trainer Justin Wolff war im Anschluss an das Spiel besonders mit dem Einsatz seiner Spielerinnen zufrieden. Es war angesichts der anstrengenden Trainingswoche und der fehlenden Wechselmöglichkeiten nicht leicht, gegen einen routinierten und unkonventionell spielenden Gegner zu bestehen.

 

Am Sonntag 16.02.2020 ist der VCO Münster zu Gast beim TV Cloppenburg. Hoffentlich sind bis dahin einige der verletzten und erkrankten Spielerinnen wieder einsatzbereit.

 

(Michael Eyinck)

Emlichheim, 26.01.2020

 

Unnötige 1:3-Niederlage beim SCU Emlichheim II

 

Der VCO Münster vergab beim 1:3 (16:25, 25:27. 17:25, 19:25) in Emlichheim die Chance auf einen Punktgewinn. Trotz einiger Verletzungssorgen lieferte der VCO den Gastgeberinnen ab dem 2. Satz einen harten Kampf und verlor nur knapp.

 

Mit einigen Verletzungssorgen war der VCO Münster zum ersten Spiel des neuen Jahres nach Emlichheim gefahren. Lea Venghaus, Marianna Sharafutdinova und Rieke Kaiser konnten gar nicht spielen und auch Kaia Baker war angeschlagen. Sie konnte ihr Team aber als Libera auf dem Feld unterstützen. So blieben Bundesstützpunkttrainer Justin Wolff bei der Aufstellung nicht sehr viele Alternativen.

Zwei Monate waren seit dem letzten Meisterschaftsspiel vergangen. In der Zwischenzeit standen für einige VCO-Spielerinnen Lehrgänge und Spiele mit der U17-Nationalmannschaft auf dem Programm. Nach der langen Wettkampfpause fand der VCO im ersten Satz nur schwer ins Spiel. Der neu formiere Annahmeriegel hatte einige Probleme und auch der Aufschlag hatte noch nicht den nötigen Druck. So konnte Emlichheim nach ausgeglichenem Beginn mit einer Aufschlagserie von Thori Kwast zur Satzmitte vorentscheidend in Führung gehen und gewann den Durchgang sicher mit 25:16.

 

Ein ganz anderes Bild bot sich den über 100 Zuschauern zu Beginn des zweiten Satzes. Jetzt waren die VCO-Spielerinnen hellwach und setzten die Emlichheimer Annahmespielerinnen stark unter Druck. Mit Carlotta Klemm am Aufschlag bauten die Gäste den Vorsprung beim 13:5 auf acht Punkte aus. Doch Emlichheim konterte. Mit guten Aufschlägen und einer starken Abwehrleistung kämpften sich die Gastgeberinnen wieder heran und hatten in einigen Situationen auch das nötige Glück. Am Ende gewann Emlichheim auch den zweiten Satz in der Verlängerung mit 27:25.

 

Von dem knapp verlorenen zweiten Satz ließ sich unser Team aber nicht beeindrucken und startete mutig in den dritten Durchgang. Wieder war es Carlotta Klemm, die mit ihren gefährlichen Aufschlägen für viel Druck sorgte. Beim Spielstand von 12:5 für den VCO hatte Emlichheim bereits seine zweite Auszeit genommen, aber diesmal reichte es nicht mehr für eine Wende. Nach 22 Spielminuten verwandelte Mia Kirchhoff den zweiten Satzball zum 25:17.

Im vierten Satz ging Emlichheim schnell in Führung. Eine 10:5-Führung der Gastgeberinnen konnte das Team vom Bundesstützpunkt Münster beim 19:17 noch einmal auf zwei Punkte reduzieren, aber dann machte Dana Volkers vom SCU die entscheidenden Punkte und führte ihr Team zum 25:19 und damit zum 3:1-Sieg.

 

Zur wertvollsten Spielerin wählte VCO-Trainer Justin Wolff dann auch Jana Volkers, Emlichheims Trainerin Claudia Volkers entschied sich für VCO-Libera Kaia Baker.

 

Am 2. Februar 2020 um 16:00 Uhr wartet mit dem MTV Hildesheim wieder ein harter Brocken auf die VCO-Spielerinnen. Der Tabellenvierte hat 11 seiner 15 Spiele gewonnen und ist natürlich klarer Favorit. Das Team vom Bundesstützpunkt Münster kann also ohne Druck in die Begegnung gehen.

 

(Michael Eyinck)

23./24.11.2019 Bonn und Hörde

 

Erfolgreiches Wochenende für den VCO Münster

 

Mit zwei Siegen kehrte unser Team von den Spielen in Bonn und Hörde zurück nach Münster. Dabei wurde SSF Fortuna Bonn am Samstag mit 3:0 (25:22, 25:19, 25:15) geschlagen. Am Sonntag folgte ein 3:1-Sieg (25:23, 25:27, 25:22, 25:22) beim TV Hörde.

Rechtzeitig zum Doppelspieltag am vergangenen Wochenende hatte VCO-Trainer Justin Wolff sein Team fast komplett zusammen. Lediglich Luisa van Clewe und Erika Kildau fehlten verletzt. So konnte Wolff die Belastung für die Spielerinnen gut steuern. Rieke Kaiser stand wieder als Libera auf dem Feld und Diagonalangreiferin Carolin Beining stieß am Sonntag noch zur Mannschaft.

 

Beim Tabellenzweiten in Bonn lief es zunächst noch nicht rund, beim Spielstand von 15:18 hatte Justin Wolff beide Auszeiten genommen. Doch er schien die richtigen Worte an seine Spielerinnen gerichtet zu haben. Beim 19:19 war der Ausgleich geschafft und mit Carlotta Klemm am Aufschlag konnte der VCO mit 23:21 in Führung gehen. Ein knallharter Angriff der überragenden Marianna Sharafutdinova zum 24:22 bedeutete Satzball für das Team vom Bundesstützpunkt Münster. Ein Bonner Angriffsfehler beendete den Satz.

 

Im zweiten Satz steigerte der VCO den Aufschlagdruck noch weiter und konnte zur Satzmitte mit 16:11 in Führung gehen. Beim Stand von 24:16 schlichen sich noch einige Konzentrationsfehler ins Münsteraner Spiel ein, aber ein Bonner Aufschlagfehler zum 19:25 beendete schließlich den Satz.

Im dritten Satz ließen die VCO-Spielerinnen dann keinen Zweifel am deutlichen Sieg aufkommen. Schnell konnte unser Team mit 14:7 einen sicheren Vorsprung heraus spielen. Marianna Sharafutdinova war von der Bonner Abwehr nicht mehr zu stoppen und nach nur siebzig Spielminuten beendete ein Bonner Angriffsfehler zum 15:25 die Partie.

 

Als wertvollste Spielerinnen wurden anschließend Carola Schaefermeyer und Marianna Sharafutdinova ausgezeichnet. Ein zufriedener Justin Wolff nach der Begegnung: „Die Spielerinnen haben unseren Matchplan gut umgesetzt und sehr wenige Fehler gemacht. Das war der Schlüssel zum deutlichen Sieg.“

Mehr Gegenwehr leistete der TV Hörde am Sonntagabend. Dabei war der VCO optimal in die Begegnung gestartet. Josefa Vesterling blockte gleich den ersten Hörder Angriff und brachte ihr Team anschließend mit starken Aufschlägen 7:0 in Front. Erst langsam fanden die Gastgeberinnen ins Spiel, konterten jetzt ebenfalls mit guten Aufschlägen und kamen auf 11:12 heran. Aber rechtzeitig zum Satzende fand der VCO zur Aufschlagstärke der Anfangsphase zurück. Mit Carlotta Klemm am Service wurde der Vorsprung wieder auf 24:21 ausgebaut. Alisha Ossowski brachte ihr Team noch auf 23:24 heran, dann beendete ein Hörder Aufschlagfehler den ersten Satz.

Mit dem Satzgewinn im Rücken blieb der VCO am Drücker und dominierte auch den zweiten Satz mit guten Aufschlägen. Beim 24:17 glaubte kaum jemand an einen Hörder Satzgewinn. Aber angetrieben von einer lautstarken Halle und Kapitänin Hannah Köster am Aufschlag schafften die Gastgeberinnen den Gleichstand zum 24:24. Lena Bernhard verwandelte schließlich den zweiten Satzball zum 27:25 für ihr Team und damit zum Satzausgleich.

 

Das Spiel drohte zu kippen, aber unser Team behielt die Nerven. Inzwischen hatte Wolff Angreiferin Mia Kirchhoff und das Geburtstagskind Pia Mohr eingewechselt. Mohr hat in dieser Saison zur Außenangreiferin umgeschult, wurde aber noch einmal auf ihrer alten Position als Mittelblockerin eingesetzt. Im weiteren Satzverlauf kam auch Carolin Beining aufs Spielfeld. Besonders im Angriff legte der VCO jetzt noch einmal zu, der TV Hörde hielt mit Lena Bernhard dagegen. Beim Stand von 19:19 war noch alles offen, kurze Zeit später brachte Pia Mohr ihr Team durch zwei Blockpunkte in Folge mit 23:21 in Front. Ossowski verkürzte noch einmal auf 22:23, aber nach einer Hörder Netzberührung verwandelte Mia Kirchhoff gleich den ersten Satzball zum 25:22 und damit zur 2:1-Satzführung.

 

Auch der vierte Satz wurde erst in der Endphase entschieden. Carolin Beininig erzielte den Ausgleich zum 21:21, anschließend blockte Mia Kirchhoff den Angriff von Alisha Ossowski zum 22:21. TV-Trainerin Teee Slacanin (Williams) nahm ihre letzte Auszeit, aber der VCO machte mit Marianna Sharafutdinova am Aufschlag weiter Druck. Diesmal blockte Pia Mohr den Hörder Angriff, 23:21 für den VCO. Hörde konterte mit Ossowski noch einmal zum 22:23, aber Mia Kirchhoff erzielte mit einem geschickten Heber hinter den Hörder Block den ersten Matchball. Der Ball flog nach einer missglückten Hörder Abwehr zurück ins Münsteraner Feld und Carlotta Klemm hatte keine Mühe, den Ball zum 25:22 zu versenken. Anschließend stürmten die VCO-Spielerinnen mit riesigem Jubel das Spielfeld und feierten den gelungenen Abschluss des Wochenendes.

Zur wertvollsten Spielerin wählten die Trainer TV-Angreiferin Lena Bernhard und VCO-Zuspielerin Fiona Baker.

 

Das nächste Spiel bestreitet der VCO Münster erst am 26. Januar 2020, dann sind wir um 16 Uhr zu Gast beim SCU Emlichheim II.

 

Bis dahin sind die VCO-Spielerinnen aber nicht untätig: In dieser Woche fährt das Team zu einem Trainingslager ins belgische Volleyballzentrum Vilvoorde bei Brüssel und bestreitet dort zwei Spiele gegen die belgische Jugendnationalmannschaft. Anschließend spielen die meisten Spielerinnen bei ihren Heimatvereinen für die verschiedenen Jugendmannschaften. Darüber hinaus werden einige Spielerinnen im Dezember auch noch in der Nationalmannschaft gefordert sein.

 

(Michael Eyinck)

Münster, 15.11.2019

 

Starke Leistungsschwankungen beim 1:3 gegen den SV Blau-Weiß Aasee Münster

 

Ein Auf und Ab beider Mannschaften erlebten die Zuschauer am Samstagabend in der Aasee-Halle. Nach einem 0:2-Satzrückstand (17:25, 23:25) dominierte das Team vom Bundesstützpunkt Münster den dritten Satz mit 25:7. Der vierte Durchgang ging wieder mit 25:13 an die Gastgeberinnen. Dabei wäre für den VCO Münster durchaus mehr möglich gewesen. Doch zu viele Aufschlagfehler und Probleme in der Annahme verhinderten ein besseres Ergebnis.

Da Ersatzlibera Rieke Kaiser und Mittelblockerin Luisa van Clewe zu einem Beach-Lehrgang nach Stuttgart eingeladen waren, musste VCO-Trainer Justin Wolff die Annahmereihe umstellen. Für Rieke Kaiser streifte sich Angreiferin Mia Kirchhoff das Liberatrikot über. Im Mittelblock machte Maya Sendner ihr erstes Spiel in der dritten Liga und Kapitänin Lynn Kosina kehrte nach zweiwöchiger Verletzungspause ins Team zurück.

 

Zu Beginn des ersten Satzes konnte der VCO Münster mit einer Aufschlagserie von Josefa Vesterling zunächst mit 4:0 in Führung gehen. Aasee konterte und bis zum 10:10 war das Spiel ausgeglichen. Dann brachte Aasee-Angreiferin Johanna Pennekamp ihr Team mit einer Aufschlagserie 15:10 in Führung und sorgte damit für die Vorentscheidung im ersten Satz. Drei Satzbälle konnte der VCO noch abwehren, den vierten verwandelte Aasee-Angreiferin Johanna Pennekamp zur 1:0 Satzführung für die Gastgeberinnen.

 

Im zweiten Satz brachte Justin Wolff nun Lynnn Kosina für die etwas glücklos agierende Marianna Sharafutdinova. Mit einem verbesserten Angriff war der Satz jetzt ausgeglichen. Im Satzverlauf brachte Wolff im Doppelwechsel Zuspielerin Lea Venghaus und Carolin Beining für Kristi Kubeŝová und Fiona Baker. Carolin Beining hielt ihr Team mit druckvollen Aufschlägen und einer guten Abwehr im Spiel und der Satz blieb bis zum Ende spannend. Erst eine missglückte Abwehr an die niedrige Hallendecke beendete den Satz zur 2:0-Führung für die Aaseestädterinnen.

 

Venghaus und Beining blieben im dritten Satz auf dem Feld, Mittelblockerin Maya Sendner rückte für Josefa Vesterling in die Startaufstellung und kam damit zu ihrem ersten Einsatz in der dritten Liga. Aasee brachte zum Satzbeginn Adriana Spinelli und Bundesstützpunktspielerin Nikola Schmidt ins Spiel. Mit Carlotta Klemm am Aufschlag machte der VCO von Beginn an viel Druck und ging mit 5:0 in Führung. Jetzt passte alles beim Bundesstützpunktteam. Beim Spielstand von 13:7 kam Kaia Baker zum Service und gab das Aufschlagrecht bis zum Satzende nicht mehr ab. Mit ihren präzisen Aufschlägen kam die Annahme der Gastgeberinnen überhaupt nicht zurecht und mit den Angriffen hatten Block und Feldabwehr des VCO keine Probleme. Lea Venghaus konnte ihre Angreiferinnen variabel einsetzen und die punkteten zuverlässig. Mit einem direkten Ass verwandelte Kaia Baker nach nur 18 Spielminuten den ersten Satzball zum 25:7 für den VCO.

Von dem klar verlorenen Satz ließen sich die Gastgeberinnen aber nicht verunsichern und starteten, jetzt wieder mit den erfahrenen Kräften, konzentriert in den vierten Satz. Nach einer Aufschlagserie von Aasee-Kapitänin Ronja de Boer lag der VCO schnell mit 2:8 hinten. Diesen Rückstand konnten die Spielerinnen vom Bundesstützpunkt Münster nicht mehr entscheidend verkürzen. Vier Matchbälle konnten noch abgewehrt werden, ein Aufschlagfehler des VCO zum 25:13 beendete das Spiel.

 

In einer insgesamt niveauarmen Begegnung machte Aasee am Ende weniger Fehler und ging als verdienter Sieger vom Feld. Als wertvollste Spielerinnen wurden Pia Schulte-Döinghaus und Carolin Beining ausgezeichnet.

 

Am kommenden Wochenende hat unser Team zweimal die Chance, es besser zu machen. Am Samstag um 16 Uhr ist der VCO Münster zu Gast bei SSF Fortuna Bonn und am Sonntag um 18 Uhr endet das Wochenende mit dem Spiel beim TV Hörde.

 

(Michael Eyinck)

Sundern, 10.11.2019

 

Knappe 2:3-Niederlage beim Tabellenführer

RC Sorpesee

 

Erst nach 111 Spielminuten musste sich unser Team dem favorisierten Tabellenführer aus dem Sauerland geschlagen geben. Die Satzergebnisse: 16:25, 25:22, 25:20, 21:25 und 10:15.

 

Mit fast voller Mannschaftsstärke konnte der VCO Münster am vergangenen Sonntag zum ungeschlagenen Tabellenführer RC Sorpesee reisen. Lediglich Angreiferin Lynn Kosina und Libera Erika Kildau konnten nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Dafür waren Kristi Kubešová und Pia Mohr nach überstandenen Verletzungen wieder einsatzfähig. Beide Spielerinnen hatten sich den Einsatz durch gute Trainingsleistungen verdient und standen in der Startformation des VCO.

 

Die Gastgeberinnen starteten hoch konzentriert ins Spiel und setzten die Münsteraner Annahme sofort unter Druck. Beim Spielstand von 3:11 hatte VCO-Trainer Justin Wolff bereits beide Auszeiten genommen. Erst die Hereinnahme von Marianna Sharafutdinova stabilisierte das Spiel des Teams vom Bundesstützpunkt Münster. Es reichte aber nicht mehr für eine Wende im ersten Satz.

Ganz anders im zweiten Satz: Der VCO konnte die Eigenfehler reduzieren und machte jetzt mehr Druck im Aufschlag. So wurde der Vorsprung nach ausgeglichenem Start immer größer. Auch die Wechsel beim Gastgeber hatten keinem Erfolg. Beim Stand von 15:8 für den VCO hatte Sorpesee-Trainer Julian Schallow bereits beide Auszeiten genommen. Der Satzgewinn kam nicht mehr in Gefahr. Nach 25 Spielminuten verwandelte Carlotta Klemm den dritten Satzball zum 25:22 für den VCO.

 

Den Schwung des gewonnenen Satzes nahmen die Münsteranerinnen gleich mit in den dritten Satz. Besonders Mittelblockerin Luisa van Clewe hatte großen Anteil am Satzgewinn. Allein viermal war sie im Block erfolgreich. Hinzu kamen noch drei Angriffspunkte. Sie war es auch, die mit einem krachenden Schnellangriff zum 25:20 für die 2:1-Satzführung sorgte.

 

Im vierten Satz lag unser Team zunächst zurück, konnte sich aber im weiteren Verlauf wieder heran kämpfen. Viele Aufschlagfehler ließen auf beiden Seiten keinen Spielfluss aufkommen. Leider verletzte sich Luisa von Clewe beim Spielstand von 13:15 am Fuß und konnte nicht mehr weiter spielen. Danach ließ die Konzentration bei den jungen VCO-Spielerinnen vorübergehend nach und es dauerte einige Ballwechsel, bis sich unser Team wieder aufs Spiel konzentrieren konnte. Das nutzte der RC Sorpesee zu einem Zwischenspurt und gewann den Satz mit 25:21.

Im folgenden Tiebreak erwischte der RC Sorpesee den besseren Start und lag beim Seitenwechsel bereits mit 8:3 in Front. Diesen Vorsprung ließen sich die Gastgeberinnen nicht mehr nehmen und gewannen den Satz mit 15:10.

 

VCO-Trainer Justin Wolff sprach nach Spielende von einem verdienten Sieg für die Gastgeberinnen, RC-Trainer Julian Schallow aber auch von einem verdienten Punktgewinn für den VCO. Zur wertvollsten Spielerin beim RC Sorpesee wählte Justin Wolff Kim Spreyer, Julian Schallow entschied sich für Marianna Sharafutdinova vom VCO Münster.

 

Am 16.11.2019 ist der VCO Münster zu Gast beim SV Blau-Weiß Aasee (Anpfiff: 20 Uhr).

 

(Michael Eyinck)

Bremen, 3.10.2019

 

Personalnotstand -

der VCO kämpft vergeblich gegen die Niederlage

 

Beim Spiel gegen die Volleyballerinnen des TV Eiche Horn Bremen konnte das ersatzgeschwächte Team vom Bundesstützpunkt Münster nur in den ersten beiden Sätzen mithalten und verlor nach dem 1:1-Satzausgleich noch deutlich mit 1:3 (21:25, 25:23, 13:25 und 8:25).

Mit großen Personalsorgen war der VCO Münster zum Auswärtsspiel nach Bremen gereist. Nur acht Spielerinnen standen Trainer Justin Wolff zur Verfügung. Davon gingen auch Pia Mohr im Außenangriff und Rieke Kaiser als Libera angeschlagen ins Spiel. Zudem fehlte Mia Kirchhoff. Sie war mit dem WVV-Team zum Bundespokal Nord gefahren.

 

Trotz der angespannten Personalsituation ging der VCO mutig ins Spiel und lag mit Carlotta Klemm am Aufschlag zunächst 4:1 in Führung. Im weiteren Satzverlauf konnte Bremen den Satz aber noch drehen. Münster kämpfte sich zwar mehrmals wieder heran, doch die Gastgeberinnen erhöhten mit Sandra Zepelin den Aufschlagdruck und gewannen den Satz mit 25:21.

 

Im zweiten Durchgang blieb Bremen zunächst weiter am Drücker. Beim Stand von 12:6 hatte Wolff bereits beide Auszeiten genommen. Mit der klaren Führung ließ die Konzentration bei Bremen etwas nach, das konnte der VCO nutzten und kämpfte sich zurück ins Spiel. Punkt für Punkt wurde der Rückstand reduziert, beim 13:13 war der Ausgleich geschafft. Die Münsteranerinnen blieben weiter am Drücker und lagen kurz vor Satzende mit 23:21 in Führung. Bremen glich noch einmal aus, zwei Fehler in Folge brachten aber den 25:23-Satzgewinn für den VCO Münster.

 

Der weitere Spielverlauf ist schnell erzählt. Bremen konnte besonders mit der ehemaligen Bundesliga- und A-Nationalspielerin Dominice Steffen den Aufschlagdruck weiter erhöhen und dem VCO fehlten im Angriff die Alternativen, da Pia Mohr mit Schulterproblemen nicht angreifen konnte. Nur VCO-Mannschaftskapitänin Lynn Kosina blieb mit ihren Angriffen gefährlich und war am Ende Münsters beste Angreiferin. Oft hatte die Bremer Abwehr leichtes Spiel und die Angreiferinnen punkteten zuverlässig. Im vierten Satz musste dann auch die bis dahin gut spielende Ersatzlibera Rieke Kaiser passen. Justin Wolff beorderte Pia Mohr auf die Libero-Position und Mittelblockerin Josefa Vesterling in die Diagonale. In der ungewohnten Formation war das Team gegen den abwehrstarken Gegner chancenlos, am Ende fehlte auch der Glaube an eine Wende und der vierte Satz ging mit 8:25 verloren.

Zur wertvollsten Spielerin wählte VCO-Trainer Justin Wolff die Bremer Angreiferin Dominice Steffen, Eiche-Trainer Marcus Lenz entschied sich für VCO-Mittelblockerin Luisa van Clewe.

 

Nun bleiben dem Team des VCO Münster fünf Wochen Zeit, um die Verletzungen zu kurieren und an der Abstimmung zu feilen. Das nächste Spiel startet am 10. November 2019 um 15 Uhr in Sundern - Gastgeber ist der RC Sorpesee. Dann wird man bestimmt wieder einen anderen VCO auf dem Spielfeld sehen!

 

(Michael Eyinck)

Münster, 28.09.2019


Punktgewinn für den VCO Münster zum Saisonauftakt


Im ersten Spiel der neuen Saison war der VCO Münster gleich beim Vorjahresmeister USC Münster II zu Gast und löste seine Aufgabe sehr gut. Nur Kleinigkeiten fehlten zum Sieg. Der USC gewann das Spiel nach Abwehr eines Matchballs nur denkbar knapp mit 3:2 Sätzen (23:25, 26:24, 22:25, 25:22, 17:15).

 

Mit Spannung hatten die Spielerinnen vom Bundesstützpunkt Münster und ihr neuer Trainer Justin Wolff auf das erste Saisonspiel hin gefiebert. Nach dem Ausscheiden der Abiturientinnen zum Ende der vergangenen Saison rückten Rieke Kaiser, Josefa Vesterling, Luisa van Clewe, Kaia Baker, Lea Venghaus, Kristi Kubešová und Mia Kirchhoff in das Drittligateam des Bundesstützpunktes Münster. Leider waren nicht alle Spielerinnen fit, so dass sich die Mannschaft mehr oder weniger selber aufstellte.

 

Von den personellen Engpässen ließ sich unser Team aber nicht beirren und startete mutig in den ersten Satz. Schnell war eine deutliche Führung heraus gespielt. Besonders Lynn Kosina war im Angriff kaum zu stoppen. Erst gegen Satzende kam der USC noch einmal auf 23:23 heran, machte dann aber zwei Fehler und der VCO gewann den Satz mit 25:23.

 

Auch der zweite Satz war bis zum Ende spannend. Ein zwischenzeitlicher 10:15-Rückstand war beim 18:18 wieder ausgeglichen. Erst in der Verlängerung konnte sich der USC mit 26:24 durchsetzen.

 

Genau wie die ersten beiden Durchgänge wurde der dritte Satz erst in der Endphase entschieden. Mit Lynn Kosina am Aufschlag konnte der VCO von 21:21 auf 24:21 davon ziehen. Kaia Baker verwandelte den zweiten Satzball nach einer starken Abwehrleistung von Mia Kirchhoff, die einen eigentlich schon verlorenen Ball mit einer riesigen Abwehr noch vom Boden kratzte.

 

Im vierten Satz ließ die Konzentration beim VCO etwas nach. Besonders der bis dahin sehr effektive Aufschlag war nicht mehr so wirkungsvoll. Der USC lag immer mit einigen Punkten in Front und gewann den Satz mit 25:22.

Im entscheidenden Tiebreak startete der VCO wieder voll konzentriert. Beim 3:0 griff USC-Trainer Axel Büring ein und nahm eine Auszeit. Der USC kam wieder heran und beim Stand von 8:7 für den VCO wurden letztmalig die Seiten gewechselt. Unsere Mädels blieben am Drücker und standen bei einer 13:11-Führung kurz vor dem Matchgewinn.

Aber jetzt zeigte sich die Klasse der erfahrenen USC-Spielerinnen. Chiara Hoenhorst sorgte mit einem Lob hinter den VCO-Block und einem starken Aufschlag für den 13:13-Ausgleich. Ein Angriffsfehler des VCO brachte den ersten Matchball für den USC, der folgende Aufschlag segelte aber ins Aus und Mia Kirchhoff sorgte mit ihrem Servicewinner zum 15:14 für den ersten Matchball des VCO. Doch USC-Angreiferin Wiebke Zink punktete im Angriff und sorgte anschließend mit zwei starken Aufschlägen für die Entscheidung. Ein Schnellangriff von Lea Quabeck und ein Angriffsfehler des VCO beendeten das spannende Fünfsatzspiel nach über zwei Stunden. Trotz der knappen Niederlage überwog beim VCO aber die Freude über die gute Leistung und den Punktgewinn.

Zur wertvollsten Spielerin wählte Justin Wolff USC-Spielerin Johanna Thewes. Axel Büring entschied sich für Lynn Kosina vom VCO.

 

VCO-Trainer Justin Wolff war mit der Leistung seiner Spielerinnen insgesamt zufrieden. Wolff: „In einigen Phasen haben wir noch zu viele leichte Fehler gemacht. Wir stehen aber erst am Anfang und haben in allen Bereichen noch Luft nach oben.“ USC-Trainer Axel Büring sprach im Anschluss an die Begegnung von der besten Saisonleistung seines Teams lobte die Leistung der jungen VCO-Spielerinnen.

 

(Michael Eyinck)

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